Am Freitag, 6. März 2026, machte sich die VK1 mit dem Zug auf den Weg nach Steinbach am Wald, um die Glasindustrie näher kennen zu lernen. Direkt vor den Toren des größten Arbeitsgebers im Landkreis Kronach wurden wir von einem Mitarbeiter der Firma Wiegand-Glas empfangen. Nach einem interessanten Vortrag des Werkstudenten Daniel Kunz über das Unternehmen, die Bedeutung des Altglases und die Glasherstellung wurden noch die Ausbildungsberufe kurz vorgestellt. Alle waren überrascht, dass 18 verschiedene Berufe im Angebot waren und auch viele, die mit der Glasherstellung an sich nichts zu tun haben, z. B. KfZ-Mechatroniker.
Danach wurden alle mit der nötigen Sicherheitsausrüstung für den Betriebsrundgang vorbereitet: gelbe Warnweste, Ohrstöpsel und – als Highlight – das allseits beliebte Haarnetz (siehe Foto). Der Sicherheitsbeauftrage Alexander Schröppel, der dann die Besichtigung auch durchführte, machte nochmals eindringlich auf die hohen Temperaturen des Glases aufmerksam. Er empfahl, die teilweise 600 °C heißen Flaschen auch nicht testweise kurz zu berühren. Außerdem warnte er vor selbstfahrenden Flurförderzeugen, denen man nicht unbedingt im Weg stehen sollte.
Spätestens beim Besuch der Wanne, war jedem klar, dass mit den Temperaturen nicht übertrieben wurde und alle waren froh, als der Rundgang in kühleren Bereichen fortgesetzt wurde. Dort konnte man dann noch sehen, wie die Flaschen auf Paletten für den Transport vorbereitet wurden.
Der krönende Abschluss war der Besuch des Showrooms. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, wie viele verschiedene Größen, Modelle und Farbtöne man bei Flaschen auswählen kann. Nachdem auch das Erkennungszeichen der Flaschen von Wiegand-Glas gezeigt wurde – der Buchstabe „W“ in einem Kreis – war die Hausaufgabe übers Wochenende klar: Findet in eurem Haushalt eine Flasche von Wiegand-Glas. Da laut Aussage von Herrn Kunz jede 3. Flasche aus dem Hause Wiegand kommt, sollte das ja kein Problem darstellen. Über das Engagement der Klassenlehrerin Sabine Söllner freute sich besonders Rektor Michael Schnappauf, dem die Kooperation mit der örtlichen Wirtschaft eine Herzensangelegenheit ist.