Klassen-Bilder

 

Klasse 5a mit ihrer Lehrerin Nina Schmalfuß

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Klasse 5bG mit ihrer Lehrerin Stefanie Fischer-Peterson

Klasse 6 mit ihrer Lehrerin Helga Schneider

Klasse 7 mit ihrem Lehrer Reiner Müller

 

Klasse 8 mit ihrer Lehrerin Verena Koch

Klasse 9a mit ihrem Lehrer Uli Pülz

 

Klasse 9bGM mit ihrem Lehrer Holger Pohl

 

 

 

GGS

Die gebundene Ganztagesklasse in der Grund- und Mittelschule Küps

 

Einen ganzen Tag in der Schule verbringen? Naja, zugegeben, für die Generation an Eltern, die selbst maximal nur bis 13 Uhr damals in der Schule war, vielleicht eine fremdartige Vorstellung. Aber man muss offen zugeben, dass sich Leben und Alltag von heute deutlich noch von der Schulzeit der 90er Jahre unterscheiden. Für alle, die sich über die Chancen und Möglichkeiten eines Ganztagesunterrichts informieren möchten, haben wir hier ein imaginäres Eltern-Lehrer-Interview eingestellt, dass die meisten Fragen rund um den Ganztagesunterricht beantworten soll.

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Eltern: Wie lange gibt es schon den Ganztagesunterricht in der Küpser Schule?

Schule:

Im Rahmen des gebundenen Ganztagesunterricht war die Küpser Schule die erste Schule in ganz Bayern, die einen Ganztages-M-Zug anbieten konnte. Dieses Modell wird aktuell von  vielen anderen Schulen ebenfalls mit angeboten. Bei uns startete die gebundene Ganztagesklasse im Schuljahr 2007/2008. Vorher gab es allerdings schon das Angebot der Mittagsbetreuung und der offenen Ganztagesklasse. Insgesamt blickt Küps auf über 15 Jahre Ganztagesangebote zurück.

 

Eltern: Wir sind verwirrt. Was ist noch mal eine Mittagsbetreuung?

Schule:

Die Mittagsbetreuung war in Küps die erste Form, die über den normalen Vormittagsunterricht hinaus ging. Sie war speziell für die Kinder der ersten und zweiten Klassen gedacht, die laut amtlicher Stundentafel ja gar nicht so lange Unterricht am Vormittag haben. Zeitweise endet der Unterricht ja bereits um 11.20 Uhr. Eltern können trotz Halbtagesarbeit nie bereits zu dieser Zeit ihre Kinder in Empfang nehmen. Also wurden sie über die Mittagszeit hinaus betreut – teilweise mit Mittagessen – und konnten dann gegen 13 Uhr abgeholt werden. Diese Form ist jedoch selten geworden und wurde mehr und mehr durch die offene Ganztagesbetreuung abgelöst.

 

Eltern:  Und welcher Unterschied besteht zwischen einer offenen und gebundenen  Ganztagesbetreuung?

Schule

In der offenen Ganztagesbetreuung werden drei Schwerpunkte gesetzt. Zum Einen gibt es ein  warmes Mittagessen, dann sollen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung und Aufsicht    ihre schriftlichen Hausaufgaben erledigen und dann darf aber auch Spaß und Spiel bis zur  individuellen Abholzeit nicht zu kurz kommen. In der offenen Ganztagesbetreuung sind die Kinder von der ersten bis zur neunten Klassen in Gruppen zusammen. In die offene Ganztagesbetreuung können auch einzelne Kinder einer Klasse.

Die gebundene Ganztagesklasse ist innerhalb einer gesamten Klasse – das bedeutet eine   ganze Klasse hat sich für die Ganztagesvariante entschieden. Diese Klasse hat nun gemeinsam Betreuung bis 15.30 Uhr. Der weitere Vorteil dieser Form ist, dass diese Klasse insgesamt 12 Stunden mehr Unterrichtszeit durch den Klassenlehrer und Fachlehrer haben. Ein warmes Mittagessen gehört selbstverständlich auch dazu. Die offene Ganztagesbetreuung ist also eher eine Betreuung für alle von der Grundschule bis zur neunten Klasse, während die gebundene Ganztagesklasse auf eine Jahrgangsstufe beschränkt  ist.

 

Eltern: Welche Variante ist nun die bessere für unser Kind?

Schule:

Das kann man so pauschal nicht sagen. Die gebundene Ganztagesklasse hat im Vergleich zur  offenen Ganztagesklasse drei Vorteile: Zum einen hat die Klasse pro Woche 12 Stunden mehr Unterricht. Alle schriftlichen Hausaufgaben können so bereits im Unterricht durch Anleitung des Klassenlehrers mit erfolgen. Die Hausaufgaben werden also direkt mit den Lehrern im Vormittagsunterricht erledigt. Die Schüler kommen dadurch um 15.30 Uhr von der Schule heim und haben keine schriftlichen Arbeiten mehr zu erledigen. Der zweite Vorteil ist, dass die Betreuung bis 15.30 Uhr durch den Klassenleiter oder den bekannten Fachlehrern erfolgt. Es gibt dadurch ein enges Beziehungsgefüge mit den gleichen Regeln und Verhaltensweisen wie im Vormittagsunterricht. Der dritte Vorteil liegt darin, dass durch diese 12 Stunden an mehr Unterricht in etlichen Stunden zwei Lehrer in der Klasse gleichzeitig unterrichten können. So können einzelne Schüler individuell gefördert werden, in Krankheitsfällen kann versäumter Unterrichtsstoff vermittelt werden und es steht auch Zeit für Aktionen und Projekte zur Verfügung.

 

Eltern: Wie sieht dann ein typischer Tagesablauf in der gebundenen Ganztagesklasse aus?

Schule:

Wir stellen das mal an der gebundenen Ganztages-M-Klasse vor. Die Ganztagesklasse hat  Montag bis Donnerstag jeweils bis 15.30 Uhr Unterricht. Am Montagnachmittag kommt mit Frau Schmidt eine Englischexpertin als zusätzliche Kraft mit in den Unterricht. Am Montag ist also der Englischnachmittag für die Klasse. Zurzeit werden hier besonders die Sprachfähigkeiten in Alltagssituationen geübt und für die mündliche Abschlussprüfung geübt. Am Dienstagnachmittag teilt sich die Klasse in zwei Gruppen. Die einen haben Informatik als Wahlfach, die anderen haben die Möglichkeit individuell mit dem Klassenleiter zu üben. Der Mittwochnachmittag steht im Zeichen der arbeitspraktischen Fächer Soziales, Technik und Wirtschaft. An diesem Tag wird ab 11.20 Uhr bis 15.30 Uhr praktisch in diesen Fächern gearbeitet. Der Donnerstagnachmittag ist der Mathematiknachmittag. Gemeinsam mit der    Förderlehrerin und Matheexpertin Frau Graß werden entweder schwächere Schüler besonders gefördert oder mit unterschiedlichen Schwierigkeitsniveau die aktuellen Themen geübt. Am Freitag endet der Unterricht regulär für den M-Zug bereits um 12.20 Uhr.

 

Eltern: Muss jedes Kind mittags verpflichtend mitessen?

Schule:

Heute nicht mehr. Die Schule hat in den letzten Jahren aus den Erfahrungen gelernt. Viele Eltern haben ihre Essensgewohnheiten mittlerweile umgestellt. Das damalige Hauptessen –    das warme Mittagessen – ist in vielen Familien dem warmen Abendessen gewichen, da oftmals beide Elternteile über Mittag arbeiten müssen und niemand kochen könnte. Wir bieten das Mittagessen gerne an und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Trotzdem lassen wir es zu, dass Kinder ihr Essen auch von zuhause mitbringen können. Wir haben dafür    eine Mikrowelle zum Aufwärmen oder auch nur kalt essen. Getränke, Kaffee oder warmer  Kaba stehen mittels Automaten rund um die Uhr zur Verfügung. Wer also möchte, geht um  13 Uhr gleich zum Mittagessen oder kann seine Mittagspause individuell gestalten.

Eltern: Welche Möglichkeiten haben die Kinder denn für ihre Mittagspause?

Schule:

Prinzipiell dürfen die Kinder das Schulgelände frei nutzen. Im Sommer stehen die Außensportanlagen, im Winter die Turnhallen zur Verfügung. In der Mittagszeit befindet sich dort jeweils eine Aufsicht. Jede gebundene Klasse hat ihre individuelle Mittagsbetreuungskraft. Wer nur seine Ruhe haben möchte, kann sich entweder in den Pausenhof, der Pausenhalle oder auch in die Sitzecken zurückziehen. Für Spaß und Spiel steht auch der Jugendtreff KIWI auf dem Schulgelände zur Verfügung. Hier finden die Schüler Kicker, Billard, Dartautomaten oder auch Airhockey. Das KIWI ist wie ein Pub eingerichtet und wird gerade von den Schülern der dritten bis zur siebten Klasse gerne angenommen.

 

Eltern: Mit welchen Kosten müssen wir für all diese Möglichkeiten rechnen?

Schule:

Die einzigen Kosten, die entstehen, sind die Kosten für das warme Mittagessen, das über die Gastwirtschaft „Zur Mühle“ aus Hummendorf zubereitet und geliefert wird. Die Abrechnung erfolgt mit einem Chipsystem. Alle genannten Zusatzangebote, Freizeitmöglichkeiten und Fördermöglichkeiten sind für Schüler der gebundenen Klasse frei.

 

Eltern: Aber ist es für Kinder nicht anstrengend, jeden Tag bis 15.30 Uhr in der Schule zu sein?

Schule:

Für Kinder, die vielleicht erst in der siebten Klasse zum ersten Mal Ganztagesunterricht haben, ist es eine Umstellung. Aber in der Regel ist eine Anpassungsphase bis zu den Weihnachtsferien erfolgt. Die Schüler erleben es als angenehm, dass sie wirklich um 15.30 Uhr mit den meisten Arbeiten fertig sind, während sie früher vielleicht erst um 17 Uhr noch   mit den Eltern die Hausaufgaben machen mussten. Das eigenverantwortliche Arbeiten wird hier sehr gefördert. Viele Kinder erleben den Unterrichtsbetrieb bereits seit dem Kindergartenalter als Ganztagesunterricht und sind daher die Unterrichtszeiten bis 15.30 Uhr gewohnt. Uns ist es wichtig, dass die Zeit, die den Familien unter der Woche noch zur Verfügung steht, nicht durch Hausaufgaben und Schule aufgebraucht wird. Klar, muss jeder individuell noch Vokabeln oder GSE lernen, aber abends noch eine Stunde Mathehausaufgaben oder Deutschaufsatz schreiben – muss nicht sein.

 

Eltern: Welche Highlights gibt es Schulalltag für eine solche Klasse.

Schule:

Auch dies ist natürlich von Jahrgang zu Jahrgang verschieden und abhängig von der Interessenslage der Schülerinnen und Schüler. Aktuell veranstalteten wir Spielenachmittage   mit über 200 Kindern in der Schulturnhalle, wir bereiteten das Schulfrühstück vor, unterhielten einen Stand am Küpser Weihnachtsmarkt oder besuchten den Weihnachtsmarkt in Dresden. Im letzten Jahr konnten wir eine Tagesfahrt zum Belantis-Freizeitparkt in der Nähe von Leipzig realisieren und verdienten Geld für die Klassenfahrt bei der Schuleinschreibung. Unsere Schülerinnen und Schüler werden ausgebildet als Streitschlichter, sind Mitglieder der Bienen AG, denn unsere Schule hat zwei Bienenvölker und werden zu Ersthelfern beim roten Kreuz ausgebildet. Dadurch haben sie bereits den Schein, wenn sie später den Führerschein machen wollen.

 

Eltern: Und wie sieht die Stundentafel im Vergleich zur normalen Halbtagesklasse aus?

Schule:

Die normale Halbtagesklasse hat in der Regel fünf Stunden Mathematik, sowie Deutsch und drei Stunden Englisch in den Hauptfächern. Die gebundene Ganztagesklasse hat acht Stunden     Mathematik, sechs Stunden Deutsch und sechs Stunden Englisch pro Woche. Man sieht also,  dass hier bereits die Hausaufgabenzeit mit integriert ist und trotzdem mehr Zeit zum Erreichen der Lernziele besteht. In den Lernfächern GSE, PCB und AWT sind die Stundenzahlen weitestgehend gleich, trotzdem können wir gerade durch diese Mehrstunden auch mehr Zeit für diese Fächer verwenden. Die Zeit für die arbeitspraktischen Fächer ist nahezu gleich und beträgt vier Unterrichtsstunden pro Woche. Dies gilt auch für Fächer wie  Sport, Religion und Kunsterziehung.

 

Eltern: Klingt alles so, als ob wir uns um gar nichts mehr kümmern müssten.

Schule:

Ganz so einfach ist es nicht. Das Haupterziehungsrecht, aber auch die Erziehungspflicht liegt ganz klar bei den Eltern. Die Schule ist bemüht, dies mit zu unterstützen und im Fall von Küps   bieten wir wirklich viele Möglichkeiten an, die wertvolle Familienzeit nicht nur mit schulischen Dingen auszufüllen. Trotzdem ist es Pflicht der Eltern, die Schulzeit aktiv mit zu begleiten, Interesse für die schulischen Arbeiten zu zeigen und sich über den Stand ihres Kindes regelmäßig zu informieren. Die Schule ist hier kein Alleinunterhalter und nimmt die Eltern nicht komplett raus.

Außerdem ist der Fortschritt auch von der Einstellung des Kindes abhängig. Diejenigen, die meinen sich nur bedienen zu lassen, werden trotz aller schulischen Bemühungen möglicherweise Schiffbruch erleiden, da sie an ihre eigentlichen Probleme gar nicht rangehen. Mit der Mentalität „Liebe Schule mach doch mal!“, kommt man auch in der gebundenen Ganztagesklasse nicht weit, denn immerhin haben wir gerade im Bereich der  Mittelschule die Anforderungen eines M-Zuges zu erfüllen. Dies bedeutet, die Möglichkeiten  der Mehrarbeit werden durch das gestiegene Anspruchsniveau aufgebraucht. Der M-Zug muss im Vergleich zur Regelklasse fast ein Drittel mehr Unterrichtsstoff in einem Schuljahr  verarbeiten.

M-Zug

Eltern: Mein Kind möchte aber nicht in den M-Zug, sondern die Regelklasse besuchen. Geht dies auch im Rahmen einer gebundenen Ganztagesklasse?

Schule:

Prinzipiell kann eine gebundene Ganztagesklasse immer gebildet werden, wenn sich mindestens 15 Kinder einer Jahrgangsstufe für diese Form entscheiden. Zurzeit ist dies im  Bereich der Mittelschule Küps in der fünften Klasse der Falle und mit dem M9-Zug. In der Grundschule existiert noch eine vierte Klasse als gebundene Ganztagesklasse. Alle anderen Jahrgangsstufen, bei denen die Interessenslage der Eltern bzw. Schüler geringer ausgefallen ist, haben dennoch die Möglichkeit die offene Ganztagesklasse zu besuchen. In dieser Betreuung sind die Kinder auch bis 15.30 Uhr unter Betreuung, die Vergünstigungen der gebundenen Klasse entfallen aber hier, da die Betreuung ab 13 Uhr durch externe Kräfte und nicht durch Lehrer der Schule Küps erfolgt.

 

Eltern: Ab wann muss sich mein Kind entscheiden?

Schule:

Für die offene Ganztagesbetreuung besteht ganzjährig eine Anmeldemöglichkeit. Für eine   gebundene Ganztagesklasse müssen bereits im Frühjahr vor dem neuen Schuljahr im Herbst die Weichen gestellt werden. Man sollte sich also frühzeitig entscheiden, um keine Anmeldefristen zu versäumen. Anmeldebögen und weitere Infos bekommt man im Sekretariat der Schule. Weitere Fragen beantworten gerne die Schulleitung oder die Ganztageslehrer Holger Pohl und Steffi Fischer-Peterson für die Mittelschule und Matthias Weiß für die Grundschule.

Schülersprecher

 

Unsere Schülersprecher 2018 / 2019

 

                    

Felix Hertel                                           Jonas Gallert                                      Lea Küfner